Dritte Mannschaft muss Rückschlag wegstecken

Gegen den direkten Verfolger aus Husum holte die dritte Mannschaft nur ein enttäuschendes Unentschieden und verpasste damit die Chance, sich abzusetzen. Dabei verlief zunächst alles nach Plan. Svenja und Marianne gewannen souverän ihr Doppel. Das zweite Herrendoppel mit Holger und Piet legte nach. Die zu diesem Zeitpunkt völlig überrascht wirkenden Husumer wurden von den druckvoll und kompromisslos aufspielenden Glücksburgern überrollt. Auch im ersten Herrendoppel sah alles zunächst nach einem „Blitzkrieg“ aus. Janis und Peter  gewannen scheinbar mühelos den ersten Satz. Dann kam der „Vormarsch“ jedoch zum Erliegen und der Gegner witterte Morgenluft. In einem hart umkämpften, hochklassigen Spiel versäumten Janis und Peter es letzlich, den Mannen von der Westküste den finalen Todesstoß zu versetzen. Leider mussten  sie sich im dritten und alles entscheidenden Satz knapp mit 19:21 geschlagen geben.

Es kam dann allerdings noch schlimmer. Husum glich zum 2:2 aus, nachdem Marianne sich unglücklich verletzte und ihr Einzel kampflos abgeben musste.

Auch wenn Fortuna die Glücksburger verlassen zu haben schien, bäumten diese sich noch einmal auf und kämpften tapfer weiter. Piet ließ in seinem Einzel dem Gegner im ersten Satz nicht den Hauch einer Chance. Im zweiten Durchgang ließ er dann allerdings die Zügel schleifen und musste zeitweise einem Acht-Punkte-Rückstand hinterher laufen. Zum Ende des zweiten Satzes besann er sich zum Glück wieder und gewann letztendlich verdient in zwei Sätzen. Janis erging es ähnlich. Er putzte seinen völlig überforderten Gegner im ersten Durchgang von der Platte. Nach dem Seitenwechsel ließ jedoch auch bei ihm die Konzentration deutlich nach. Das Spiel verflachte. Viele unnötige Fehler schlichen sich ein. Zum Erschrecken seiner Mannschaftskollegen gab Janis sogar den zweiten Satz ab. Erinnerungen an das erste Herrendoppel wurden wach. Das Déjavu schon vor Augen zeigte Janis dann jedoch eine Trotzreaktion. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch drosch er zeitweise derart  stark auf den Federball ein, dass man sich schon ernsthafte Sorgen um das Spielgerät (und den Gegner) machen musste. Die Anfeuerungsrufe seiner Kollegen „Hau rein!“ hat er scheinbar allzu wortwörtlich genommen. Der Zweck heiligt jedoch die Mittel; Janis baute die Führung zu einem zwischenzeitlichen 4:2 aus. Der „Endsieg“ schien wieder greifbar nah.

Die Nordfriesen blieben aber sehr zum Leidwesen ihrer Gäste dran und entschieden das Mixed für sich. Joe und Svenja zeigten zwar eine sehr gute Leistung, sie brachten ihre Gegner mehrfach in Bedrängnis,  konnten aber am Ende keinen Blumentopf gegen das vermutlich stärkste Mixed der Bezirksklasse gewinnen.

Es kam nun zum Showdown. Das letzte Spiel des Abends – das erste Herreneinzel – sollte über Sieg oder Unentschieden entscheiden. Die Kontrahenten gaben keinen Millimeter des Spielfeldes kampflos preis. Jeder Ballwechsel wurde bis zum letzten umkämpft. Auch wenn Peter bis zum Äußersten ging, musste er sich leider in zwei Sätzen, die mit ein bisschen Glück auch anders hätten ausgehen können, geschlagen geben. Die Tatsache, dass er absolut ebenbürdig war, vermochte allerdings nur wenig Trost zu spenden.

„Obgleich wir mit dem Unentschieden den vierten Tabellenplatz verteidigt haben, ist dieses Remis eine gefühlte Niederlage,“ meinte ein sichtlich enttäuschter Holger Cherubin nach dem Spiel. „Da war mehr drin! Nächstes Wochenende spielen wir zuhause gegen den Tabellenzweiten. Wenn wir nicht über uns selbst hinauswachsen, kommen wir da unter die Räder und werden noch vor Weihnachten nach unten durchgereicht.“  Dieser treffenden Analyse Holgers ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber wer weiß, gegen Schleswig ist schon eine Überraschung gelungen und gegen Langenhorn lag eine in der Luft...

(PLN)